Nachhaltige Industrie

Klimawandel – die moderne, selbst verschuldete Plage unserer Zeit!

In Zeiten des Klimawandels kommt „Nachhaltiger Industrie“ mehr Bedeutung als je zuvor zu. Klimawechsel, Klimaänderung oder auch Klimawandel wird die Veränderung des Klimas auf der Erde, also weltweit, genannt. Je nachdem, wo auf der Erde Sie gerade sind, kann diese mit verstärkter Abkühlung oder Erwärmung einhergehen. Natürlich verändern sich damit auch die Fauna und Flora, die Tierwelt und die Lebensgewohnheiten der Menschen, die in diesen Gebieten leben. Durch vermehrte Abgasemissionen wird die Luft nicht nur verschmutzt, sondern auch erwärmt. Die Blütezeit von Pflanzen verlagert sich zeitlich, die Erntezeiten dementsprechend ebenfalls. Dies betrifft nicht nur die Luft, sondern auch den Boden und die Gewässer.

Im unteren Bereich ist das Wasser kühler, im oberen Bereich wärmer. Wenn es zur dauerhaften Erwärmung kommt, sterben zum Teil Lebewesen, die die Nahrung größerer Tiere in tieferen Regionen der Meere sind, ab. Diese Tiefseebewohner müssen dann notgedrungen in obere Regionen des Meeres „umsiedeln“. Zeugen dieser zwangsweisen „Umsiedelung“ wurden auf diversen Stränden der Erde gefunden. Dieses Phänomen tritt auf allen Stränden weltweit auf. Die Störung des Sonars der Wale geht teilweise auf das verstärkte Verkehrsaufkommen in den Meeren, sowohl oberhalb als auch unterhalb des Meeresspiegels, und teilweise auf die Erwärmung und Verschmutzung des Wassers zurück. Der Klimawandel hat es in der Geschichte der Erde nachweislich auch in früheren Zeiten gegeben. Heute ist der Mensch selbst die Ursache.

Klimawandel und „Nachhaltige Industrie“ und Umweltbewusstsein – kann das funktionieren?

Das Hauptproblem ist, dass die industrielle Produktion jahrzehntelang wegen der steigenden Bevölkerungszahlen immer höhergeschraubt worden ist. Dadurch stiegen auch die Abfallberge, Abwässer und Abgase. Natürlich gibt es aber noch eine Reihe anderer Faktoren, wie z. B. die Benutzung von zweier statt eines Autos, die Globalisierung mit erhöhtem Transportaufkommen und verstärkter Reisetätigkeit, etc., die zum Klimawandel und der Umweltverschmutzung beigetragen haben. In den letzten Jahren wurden weltweit verschiedene Wege entwickelt, wie die notwendigen Güter produziert und trotzdem die Umwelt geschont werden kann. "Nachhaltige Industrie" ist das Ziel fast aller Industriestaaten.

Erst als es in England die ersten Gewerkschaften der Kohlearbeiter gab, da diese zusätzlich zu der prekären finanziellen Situation oft schon sehr früh an Staublungen starben, wurden auch diverse Schutzmaßnahmen eingeführt. Diese dienten in erster Linie den Arbeitern und der Produktionsstätte (Einsturzgefahr!). Später als es immer mehr Industrie weltweit gab, wurden die ersten Luftfilter für Industrieschlote entwickelt. Schutzabdeckungen für Maschinen dienten dann auch schon als Staub- und Schmutzschutz und nicht nur als Schutz gegen mögliche Verletzungen.

Aufgrund der heutigen Situation, Verschmutzung der Gewässer und des Bodens durch feste Verunreinigungen und Abwässer sowie der sinkenden Ressourcen, wurde bereits eine Vielzahl an Maßnahmen zur Nachhaltigkeit entwickelt und implementiert. Dazu gehören:

• Die Verwendung der Abluft für das Heizsystem,
• Die Wiederaufbereitung des Abwassers, das danach zur Kühlung verwendet wird,
• die Aufbereitung verschiedener fester Abfallprodukte zur späteren Beheizung
des Systems, etc.

Einige dieser Abfallprodukte werden weiterverarbeitet und dann verkauft. Gerade im Bereich der Feststoffe gibt es viele Möglichkeiten, diese zur Energiegewinnung zu nutzen.

Eine weitere Möglichkeit ist der Umstieg auf eine andere Art der Energiegewinnung für den Betrieb. In Österreich und Deutschland gibt es schon sehr lange Wasserkraftwerke, die sauberen Strom produzieren. Das ist eine der saubersten Energiequellen überhaupt. Dies ist nur möglich, wo es viel Wasser gibt, das Gefälle passt und natürlich die Umweltauflagen für die Region eingehalten werden. Beide Länder verfügen über Stauseen, die zudem zu Erholungsgebieten geworden sind. Hier ist allerdings immer zu bedenken, dass das Gebiet um das Gewässer verändert wird. Heutzutage werden deshalb nicht mehr so viele Wasserkraftwerke gebaut. Biomasseanlagen verarbeiten Bioabfall und gewinnen damit Energie. Das ist eine sehr kostengünstige Möglichkeit zur "Nachhaltigen Industrie" und verbrennt dazu Abfall. Darüber hinaus beziehen viele Betriebe ihre Energie bereits über Fotovoltaik- oder Windparkanlagen. Das größte Problem dabei war die Speicherkapazität der Batterien, denn diese mussten in Zeiten von Niedrigenergie (keine Sonne!) als Überbrücker dienen, um die volle Leistung aufrechterhalten zu können. Dieses Problem wurde aber gelöst. Darüber hinaus verfügt "Nachhaltige Industrie" bereits über solche Anlagen auf ihrem Gelände, um unabhängig vom staatlichen Netz zu sein. Es kann sogar überschüssige Energie an den öffentlichen Anbieter verkauft werden.

Wie sieht es international mit „Nachhaltiger Industrie“ aus?

Wie bereits vorab erwähnt, gibt es regionale Unterschiede, aber im Großen und Ganzen haben fast alle Länder die gleichen Probleme. Zu viel Abfall, zu wenig Ressourcen und uneinsichtige oder unwissende Entscheidungsträger. Deshalb haben einige Länder, wie z. B. Indien, eine groß angelegte landesweite Aktion gestartet. Vom Staat her wurden großzügig finanzielle Mittel für "Nachhaltige Industrie" zur Verfügung gestellt, damit sowohl materielle als auch immaterielle Güter, wie Informationen, Schulungen, etc. bereitgestellt werden konnten. Indien ist eines der Länder mit der größten Abwasserverschmutzung weltweit. Hier wird vor allem auf die Verarbeitung von Klärschlamm gesetzt. Ein besseres Energie- und Ressourcenmanagement soll ebenfalls dabei helfen, zu einer gut funktionierenden nachhaltigen Industrie zu gelangen. Die Produktion soll zwar gesteigert werden, jedoch ohne die Umwelt zu gefährden. Dies funktioniert aber gerade in Indien nur dann, wenn alle Bundesstaaten diese Möglichkeiten der "Nachhaltigen Industrie" erhalten. Eine umfassende Modernisierung veralteter Anlagen ist ein weiterer Schritt in Richtung „Nachhaltige Industrie“. Transport und Wiederverwertung spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle im neuen Konzept. Die Überwachung von Systemen wurde zu einem weiteren wichtigen Bestandteil des Projektes. In Indien wird am Aufbau einer Plattform für "Nachhaltige Industrie" mit verschiedenen bereits bewährten Methoden gearbeitet. Darüber hinaus wurden Betreiber von Produktionsstätten, Behörden auf allen Ebenen sowohl in den einzelnen Bundesstaaten als auch auf Landesebene dazu aufgefordert, sich aktiv zu beteiligen. Dies ist in Indien eine absolute Neuheit, zeigt aber auch, wie wichtig, „Nachhaltige Industrie“ der Regierung ist.

 

Was wurde in Indien beim Projekt „Nachhaltige Industrie“ bereits erreicht?

Die Pilotstandorte befinden sich in ausgewählten Industriegebieten mit der höchsten Verschmutzung (Delhi, Gujarat und Uttarakhand). Techniker und Mitarbeiter wurden in der Abfallverwertung und -entsorgung geschult. Viele Train-the-Trainer-Programme wurden erfolgreich abgeschlossen. Weiterbildungsmaterialien erstellt und die Kompetenzen der Mitarbeiter anhand dessen erhöht. Auf den Kläranlagen liegt der Fokus. Fünf Industriezweige konnten bereits merkbare Verbesserungen erzielen. Dies schlug sich auch in der Schadstofflast sowie den gesenkten Betriebskosten nieder. Durch Beteiligungen konnten eine ehemalige Abfalldeponie in einem Industriegebiet in Delhi saniert werden. Jetzt dient diese als Park. Im Bundesstaat Gujarat wurden mehrere Deponien abgetragen und an deren Stelle 20.000 Bäume gepflanzt.

Welche Entwicklungen sind für die Zukunft zu erwarten?

„Nachhaltige Industrie“ kann sich nicht von heute auf morgen entwickeln. Dies kann nur schrittweise passieren. Die Rahmenbedingungen müssen und werden auch geändert werden, in manchen Ländern langsamer als in anderen, aber sie werden definitiv adaptiert werden. In vielen Ländern wurden einzelnen Produktionsstätten bereits zu hervorragender „Nachhaltiger Industrie“ umgebaut. Diese laufen äußerst produktiv, ohne die Umwelt zu belasten. Die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Betrieben läuft ausgezeichnet. Länderübergreifend funktioniert der Verkauf überschüssiger Energie aus „Nachhaltiger Industrie“ sehr gut. Es gibt keinen industriellen Prozess, bei dem es keinen Abfall gibt. Zukünftig wird aber mehr darauf geachtet werden, welcher Abfall und in welchen Mengen produziert werden wird. Transportwege werden minimiert, Ressourcen geschont und nachhaltigen Energiequellen genutzt werden.

 

Fazit

Die Natur ist unser höchstes Gut. Wenn diese einmal verschmutzt ist, dauert es Jahre, um das Ökosystem wieder ins Lot zu bringen. Ist die Natur zerstört, gibt es keine Alternativen mehr. Dies ist sehr gut an der Verkarstung der Gebirge (Murenabgänge), Verseuchung ganzer Landstriche (Fukushima), Fischsterben bzw. Verschwinden der Fische, etc. zu beobachten. „Nachhaltige Industrie“ garantiert die Produkte des täglichen Bedarfs, ohne die Natur zu zerstören. Im Gegenteil, diese Art von Technik und des Wirtschaftens ermöglicht es sogar, dass sich die Umwelt in vielen Regionen wieder erholen kann. Wasser, Wind, Sonne und Abfälle sind da, nutzen wir sie, setzen wir sie für „Nachhaltige Industrie“ effizient und umweltfreundlich ein!